Der französische Film “Nous resterons sur Terre” soll das komplexe Zusammenspiel von Mensch und Natur aufzeigen und reflektieren.

Seit Jahrhunderten versucht der Mensch, den Planeten Erde zu kontrollieren und auszubeuten, ist dabei ihn zu zerstören. Das Leiden ist nicht nur in den schrumpfenden Regenwäldern des Amazonas zu sehen, sondern auch in den wachsenden Müllbergen Afrikas, in den mit Pestiziden vergifteten Feldern und unserem Umgang mit den Tieren, mit denen wir uns ernähren.

Dabei geht Nous resterons sur Terre nicht den anklagenden Weg der meisten Dokumentarfilme, sondern versucht über die Intensität der Bilder und Sequenzen ein Bewusstsein für die einerseits schützenswerte Natur zu schaffen, andererseits ihre Schönheit zu veranschaulichen. Dies wird mit stilistischen Mitteln, zum Beispiel der Zeitlupe erreicht, die den Betrachter immer wieder aufs neue in eine intensive Stimmung versetzt, ihm auf eine erstaunlich nüchterne Weise klar macht, worum es geht.

Nous resterons sur Terre profitiert von den gelungenen Inszenierungen der im französischen Sprachraum bekannten Regisseure Olivier Bourgeois und Pierre Barougier sowie von den wohldosiert eingesetzten prominenten Persönlichkeiten Michail Gorbatschow, James Lovelock sowie der charismatischen afrikanischen Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai.